55 Jahre Led Zeppelin IV: 10 Fakten über die legendäre Platte
Am 8. November 1971 veröffentlichten Led Zeppelin ein Album für die Ewigkeit. Wir haben euch Fakten und Stories zu Led Zeppelin IV gesammelt - ganz ohne satanische Botschaft! ;-)
Die Geschichte von Led Zeppelin IV:
Vor 55 Jahren kam es raus:
Das vierte Studioalbum von Led Zeppelin! Nachdem der Vorgänger Led Zeppelin III nicht allzu wohlgesonnene Kritiken bekommen hatte, beschloss Gitarrist und Mastermind Jimmy Page, dass das neue Album keinen Titel tragen sollte. Stattdessen waren vier handgezeichnete Symbole im Inneren der Platte abgebildet - jedes steht für ein Bandmitglied. Doch da es sich als schwierig erwies, ein Album einfach ohne Titel zu vermarkten, wurden ihm verschiedene Spitznamen gegeben. Heute ist es am ehesten bekannt unter Led Zeppelin IV.
Die Aufnahmen für die Platten begannen in den Island Studios in London und wurden später in East Hampshire fortgesetzt.
Die Feinarbeiten wurden im fahrbaren Studio von The Rolling Stones eingespielt. Stones-Gründungsmitglied Ian Stewart ist sogar bei den Tracks "Down By The Seaside", "Night Flight" und "Boogie With Stu" zu hören.
Als das Album erschien, ging es über die Ladentheke wie warme Semmeln. Es stieg auf Platz 10 in den UK-Charts ein und nur eine Woche später grüßte es von der Spitze.
Kein Wunder, wenn man darauf auch einen der legendärsten Rock-Hymnen aller Zeiten verbuchen kann: "Stairway To Heaven". Mehr zum Album, Studiogeschichten und was die Scheibe mit satanischen Botschaften am Hut hat, erfahrt ihr in unserer Faktengalerie.
10 Fakten über Led Zeppelin IV:
- Led Zeppelin IV erschien am 08. November 1971 bei Atlantic Records. Es enthielt nur acht Songs und dennoch eine Gesamtlänge von 42:34 Minuten.
- Das Album hätte weit mehr als acht Songs enthalten können, denn es war genug Material da. Doch die Band hatte die Angewohnheit, jedes ihrer Lieder bis zur Unendlichkeit zu perfektionieren und dementsprechend lange zurückzuhalten.
- Mit Hits wie „Black Dog“, „Rock and Roll“ und natürlich „Stairway To Heaven“ ist es eines der bestverkauften Alben aller Zeiten. Über 37 Millionen Mal ging der Tonträger über die Ladentheke, was 23 Mal Platin für Led Zeppelin IV bedeutet.
- Einen offiziellen Titel hatte das Album gar nicht. Laut Jimmy Page soll das eine Antwort auf die Kritiker gewesen sein, die den Erfolg von Led Zeppelin nur als „Hype“ abgetan hatten, weshalb die Band beschloss, alles Drumherum wegzulassen und nur die Musik sprechen zu lassen.
- Der Ton zu Beginn von „Black Dog“ kommt von verschiedenen Gitarren-Sounds, die Jimmy Page ausprobiert hatte. Eigentlich sollten diese Testspuren im finalen Mix weggeschnitten werden, doch dem Gitarristen gefielen sie so gut, dass man sie einfach auf dem Album ließ.
- Wie so oft, waren Led Zeppelin für ihre Albumaufnahmen an verschiedensten Orten zugange. Einer davon war das „Headly Grange“, ein ehemaliges Armenhaus, in dem es angeblich spuken sollte. Auch Fleetwood Mac und Genesis haben dort schon gearbeitet.
- Auf Led Zeppelin IV sticht der Drum-Sound heraus, weil er sehr hall-lastig ist. Das lag an den Gegebenheiten des Headly Grange-Hauses, und statt den Hall wegzumischen, haben Led Zeppelin noch mehr Effekt draufgepackt.
- Nach der Veröffentlichung von „Stairway To Heaven“ wurden Gerüchte laut, dass darauf eine satanische Botschaft enthalten ist, die man hört, wenn man den Song rückwärts spielt. Angeblich hört man: „Here's to my sweet satan [...] he will give those with him 666...“ – naja...
- Die Band hat dieses Gerücht immer dementiert: „Es ist eine coole Legende, aber nichts weiter als eine wilde Behauptung. Wir haben zwar solche Rückwärts-Effekte verwendet, aber nicht, um satanische Botschaften zu schicken.“
- Auch die Symbole auf dem Albumcover haben keine tiefergehende Bedeutung. Wenn man den Geschichten der Bandmitglieder glaubt, haben Bassist John Paul Jones und Drummer John Bonham nur gesagt: „Ach ja... wir nehmen die. Wird schon passen.“